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Wie lernt man am Besten? Natürlich unter Stress ^^

Dienstag, 15. April 2014 um 9:17 von Kevin Peters · Kategorie: Auszubildende, Erfahrungen aus der Praxis

Wie lernt man am Besten? Natürlich unter Stress ^^

Mal wie­der ein Bei­trag, irgend­wie schreib ich hier in ziem­lich hohem Takt.

In mei­nem letz­ten Bei­trag über die Ver­wal­tungs­schu­le habe ich ja bereits anklin­gen las­sen, dass ich schon wie­der in einem neu­en Pra­xis­block respek­ti­ve einer neu­en Stel­le gelan­det bin. Als armer Azu­bi wird man nach ´ner Zeit immer wie­der hin und her gescho­ben.  Pra­xis­block hier, Schul­block da, Stu­di­en­fahrt dort. Aber lernt man nicht am Meis­ten, wenn man an viel­fäl­tig­ten Stel­len mal rein­schau­en konnte(und wenn man irgend­wo 5 Mona­te ist, dann ist es vllt. auch ein biss­chen mehr als nur rein­schau­en).

Nach­dem uns die Schu­le raus­ge­schmis­sen hat — zumin­dest bis August — muss­ten wir eine neue Unter­kunft fin­den und da stan­den auch schon die Aus­bil­dungs­lei­ter bereit und haben uns ein Dach über dem Kopf orga­ni­siert. Jeder wur­de irgend­wo unter­ge­bracht, sei es nun eine Fach­be­hör­de oder ein Bezirks­amt. Eben­so hat­te mein Aus­bil­dungs­lei­ter einen Plan für mich, wo in der BSB ich denn nun lan­den soll­te. Wer die letz­ten Arti­kel von mir gele­sen hat, erin­nert sich viel­leicht, dass ich in der Behör­de für Schu­le und Berufs­bil­dung beschäf­tigt wer­de. Obwohl wir zwi­schen­durch noch einem Wech­sel des Aus­bil­dungs­lei­ters unter­la­gen, star­te­te der Pra­xis­block am 03.03.14 rei­bungs­los. Ich stand um 9:00 Uhr auf der Mat­te und wur­de freund­lich emp­fan­gen.

Aber in was für einer Stel­le ich über­haupt bin, dass bin ich euch bis jetzt schul­dig geblie­ben. Mein Arbeits­platz liegt im Ein­kaufs­zen­trum “Ham­bur­ger Mei­le”, dass zumin­dest vie­len ein Begriff sein dürf­te. Gele­gen im Stadt­teil Barm­bek, zwi­schen den U-Bahn­hal­te­stel­len “Ham­bur­ger Stra­ße” und “Munds­burg”, dort befin­det sich die Haupt­stel­le der BSB. Ich sit­ze dort im 12. Stock und was mache ich da? Naja ich bin in der regio­na­len Schul­auf­sicht tätig.

So aber was heißt das nun, “regio­na­le Schul­auf­sicht” ist ja kein beson­ders grif­fi­ger Begriff, da fehlt viel­leicht etwas Erläu­te­rung und die möch­te ich euch auch nicht schul­dig blei­ben. Woll­tet ihr schon mal die Schu­le wech­seln oder viel­leicht eine Klas­se wie­der­ho­len oder habt ihr schon­mal von Schul­pflicht­be­frei­ung gehört? Bei sol­chen Fra­gen ist die regio­na­le Schul­auf­sicht die rich­ti­ge Adres­se oder bes­ser gesagt, bin ich jetzt die rich­ti­ge Adres­se.  “Regio­nal” kommt übri­gens daher, dass die Zustän­dig­keit hier auf die Bezir­ke ver­teilt ist. Mein Aus­bil­der ist für Ber­ge­dorf zustän­dig und der ande­re Kol­le­ge dem ich zuar­bei­te über­nimmt Mit­te und Eims­büt­tel, so kommt es, dass ich in drei Bezir­ken ver­tre­ten bin.

Wir sind die Sach­be­ar­bei­ter der Schulaufsichtsbeamten(SAB), wir berei­ten also  Unter­la­gen für den SAB zur Ent­schei­dung vor, füh­ren Sta­tis­ti­ken, bera­ten Schü­ler, Leh­rer und Eltern. Die Ver­ga­be von Schul­plät­zen läuft über uns und wer eine Klas­se wie­der­ho­len will, wird zwangs­läu­fig von uns hören. Eine Anmel­dung zur ers­ten Klas­se lan­det eben­so bei uns, wie ein Antrag auf Zurück­stel­lung, wenn das Kind nicht fähig zur Absol­vie­rung der ers­ten Klas­se ist.

Also ein ziem­lich viel­fäl­ti­ges und auch sehr wich­ti­ges Auf­ga­ben­ge­biet. Oder soll­te man allen erns­tes an der Bil­dung spa­ren? Ich den­ke nicht und so küm­mern wir uns dar­um, dass jeder einen Schul­platz bekommt und ver­su­chen jeden Kun­den situa­ti­ons­ge­recht zu bera­ten.

Aber was sich sicher eini­ge fra­gen — oder schon ver­ges­sen haben, weil ich so viel schwa­fe­le — wo ist denn nun der Stress von dem im Titel die Rede ist. Mein Aus­bil­der war eine lan­ge Zeit krank und so kam es, dass ich kurz nach Beginn des Blocks schon  so gut es geht ver­sucht habe, ihn in sei­nem Bezirk wür­dig zu ver­tre­ten. Das Pro­blem ist, dass mein Aus­bil­der abseits von den nor­ma­len Anfra­gen, ger­ne auf­grund sei­ner Fach­kennt­nis­se in allen mög­li­chen Berei­chen befragt wird, von denen ich hier noch nie was gehört hat­te. Zum Glück habe ich ja noch einen Kol­le­gen hier sit­zen der mir hel­fen kann. Puh, noch mal geret­tet, doch eine Woche spä­ter saß ich da auf ein­mal allei­ne. Denn der Kol­le­ge hat­te Urlaub. Nun hat­te ich schon 3 Bezir­ke und ein rela­ti­ve begrenz­tes Fach­wis­sen. So blieb es mir nur zu beant­wor­ten, was ich weiß oder die letz­te ver­blie­be­ne Kol­le­gin des Stock­werks  zu befra­gen, die mir dann meist noch hel­fen konn­te. Gleich­zei­tig war näml­cih noch eine Krank­heits­wel­le, so dass vie­le fehl­ten und die Ver­blie­be­nen beson­ders viel zu tun hat­ten.

Drei Bezir­ke, 3 Tele­fo­ne, 3 E-Mail-Accounts bedeu­tet nicht nur ein­fach die drei­fa­che Men­ge son­dern auch, dass man nciht alles sofort abar­bei­ten kann. Zumin­dest ich kann das (noch) nicht. Teil­wei­se war es so, dass ich 2 Minu­ten tele­fo­niert hab und nach dem Auf­le­gen waren 3 neue ent­gan­ge­ne Anru­fe. Dann ist es eben so, dass man nicht jeden zurück­ru­fen kann. Aber in der Zeit muss­te ich ver­su­chen allei­ne mit allem klar­zu­kom­men und das schult doch unge­mein. Im letz­ten Block hat­te ich teil­wei­se noch zu wenig zu tun, dies­mal kom­me ich kaum hin­ter­her, so schnell kann sich das ändern.

Aber genug der Wor­te, denn ich muss noch für ein paar Schü­ler neue Schu­len fin­den.

 

Gruß

Kev

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