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Der erste Schulblock – So sieht es in der Verwaltungsschule aus

Dienstag, 18. März 2014 um 10:51 von Kevin Peters · Kategorie: Lernen in der Verwaltungsschule, Theoretische Ausbildung

Der erste Schulblock – So sieht es in der Verwaltungsschule aus

Wer sich lieber einen bildlichen Eindruck machen möchte, bevor er meinen Ausführungen folgt, darf gerne einen Blick auf folgenden Link werfen: http://www.hamburg.de/personalamt/verwaltungsschule/

Aber jetzt kommen wir auch wieder von den öffentlichen Informationen, die im internet kommuniziert werden, ab und sprechen ein bisschen über meine subjektiven Erfahrungen.

Hier soll es also nun um meinen ersten Schulblock in der Verwaltungsschule gehen, wie ihr vielleicht schon gelesen habt bin ich Auszubildender als Verwaltungsfachangestellter und habe im Oktober 2013 begonnen. Lest euch gerne auch für mehr Informationen meinen Blogeintrag über den ersten Praxisblock durch.

Die Verwaltungsschule ist eine Einrichtung der Stadt Hamburg die dem Personalamt angeliedert ist, dort findet zentral der Unterricht für alle Auszubildenden als Verwaltungsfachangestellte und für die parallele Beamtenausbildung statt. Zusätzlich dazu kommen auch häufig einige Gastschüler, die in unserem Jahrgang z.B. von den Kammern oder Bundesämtern kommen.

Aber was natürlich viel interessanter ist, sind eben solche Infos, die man nicht auf der Homepage einer Einrichtung lesen kann und genau die möchte ich euch liefern.

Aber was soll man sich unter einer „Verwaltungsschule“ vorstellen, klar es hat was mit Verwaltung zu tun, aber wie sehr und in wie fern unterscheidet sich diese Schule von anderen Schulen die man vorher besucht hat. In meinem Fall sind das jetzt allerdings niedersächsische Schulen anstatt  hamburger Schulen. Es ist schon ein deutlicher Unterschied festzustellen. Wann war ich das letzte Mal in einer Klasse mit nur 13 Schülern? Ich kann mich nicht erinnern, dass sowas schon malvorgekommen ist. Im Abi-Abschluss-Jahr waren wir immer noch 3 Leute mehr in der Klasse, als hier schon zu Beginn. Was man allein Anhang des Zahlenverhältnisses schon vermuten könnte, bewahrheitete sich auch gleich, es war eine ganz andere Atmosphäre. Überwiegend ruhig und konzentriert wurde gearbeitet, gute Voraussetzungen um den vielfältigen Stoff zu verinnerlichen, der natürlich nicht immer leicht, aber auch nicht immer schwer ist.

Kleine Klassen sind schon eine gute Voraussetzung, die jedoch noch durch die Ausstattung unterstützt wird. In jedem Raum findet sich ein Smartboard, dass sich vielfältig im Unterricht einsetzen lässt. Computer sind in ausreichender Menge vorhanden, es gibt eine Bibliothek und eine große Anzahl an Materialien für Vorträge, Präsentationen und ähnliches. Man könnte meinen alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulalltag seien gegeben, doch steht und fällt ein erfolgreicher Unterricht eben durch den unterricht der Lehrkraft und von denen habe ich noch gar nichts erzählt. Doch dies soll sogleich folgen, denn was nützt mir die genannten Voraussetzungen, wenn die Lehrkraft sie nicht zu nutzen vermag.

Dreizehn unterschiedliche Menschen und ein Ziel – der Abschluss. Doch schaffen die Lehrer uns den Weg dahin zu ebnen? Ich würde sagen ja, doch was heißt das schon. Deswegen beschreibe ich einfach ein bisschen. Aber jetzt tatsächlich zum Unterricht und den Fächern des ersten Blocks:

  1. Privatrechtliches Handeln = Anwendung des privaten Rechts
  2. Wirtschaft = Betriebs- und Volkswirtschaft, wie es die meisten kennen werden
  3. Politik = Kennt jeder aus der Schuke
  4. Soziale Sicherung = Soziales Netz in Deutschland und der Vergleich mit anderen sozialen Systemen
  5. Finanz- und Haushaltswesen = Einnahmen, Ausgaben, Mittelverwendung, wie es der Name schon sagt
  6. Englisch = Es ist möglich, dass Ihr hier Englisch sprechen müsst
  7. Deutsch = Von Rechtschreibung über Präsentationen bis hin zu aktuellen Themen
  8. Arbeitstechnik = Erlernen von Methodenkompetenz
  9. Aufbau der hamburgischen Verwaltung = Wie ist die Verwaltung in HH aufgebaut?
  10. Verwaltungsrecht = Verwaltung -> Verwaltungsrecht?! Liegt nahe oder 😀
  11. Rechnungswesen = Kosten- Leistungsrechnung, Preiskalkulation oder auch Kontierung

Diese Fächer werden von vielen verschiedenen Lehrern unterrichtet, teilweise Menschen die aus der Verwaltung kommen, teilweise Juristen und noch ein weiterer Teil besteht aus klassischen Lehrern. Viele Lehrer bedeuten auch viele verschiedene Charaktere und Unterrichtsstile, auf die es sich einzustellen gilt. Bisher haben wir damit keine Probleme und ich glaube, da werden wir auch keine Probleme mit bekommen. Denn eines haben die Lehrer gemeinsam, man kommt mit ihnen allen gut aus. Der eine Lehrer mag einem mehr liegen, der andere weniger, doch schlimme Lehrer trifft man nicht. Solange vernünftig gearbeitet wird lassen sich auch alle Lehrer gerne zu Scherzen hinreißen, der eine weniger der andere mehr, aber das sorgt für eine lockere und angenehme Atmosphäre.

Natürlich kann das nicht darüber hinweg täuschen, dass nicht immer jedes Thema spannend und interessant ist. Das ist nun mal so und as wird an einer anderen Schule nicht anders sein. Ein 8-wöchiger Block liegt hinter uns und wir blicken zurück auf viele Kuchen, auf manch lsutige Situation und einiges an erlerntem Wissen, dass wir nun hoffentlich im nächsten Praxisblock gleich anwenden können und wenn nicht jetzt, wird irgendwann der Zeitpunkt kommen.

Eine kleine Enttäuschung noch am Schluss, Ihr werdet wahrscheinlich keinen Unterrichtsausfall erleben, in Organisation von Vertretungsunterricht ist die Schule nämlich echt gut, das muss man ihr lassen. Aber so lang ist der Unterricht auch gar nicht, 32 Stunden pro Woche sind nicht sonderlich viel, also lässt sich auch das verkraften.

Wenn Ihr Fragen habt oder ich was vergessen habe, schreibt einfach, Ihr kennt das ja. Ich versuche eure Fragen nach bestem Gewissen zu beantworten.

 

Gruß aus dem zweiten Praxisblock

Kevin

PS: Nicht über den Kuchen wundern, wenn ein Handy klingelt gibt es bei uns Kuchen und das ist – mehr oder minder freiwillig – ziemlich häufig vorgekommen, sogar unsere Lehrer haben zum teil Kuchen mitgebracht. Dazu kamen noch Geburtstagskuchen und Kuchen die jemand freiwillig mitgebracht hat… das nenne ich Service. 😀

PPS: Solltet Ihr noch nicht heiraten wollen, dann solltet Ihr den Englischunterricht meiden. 😉 Falls Ihr irgendwann mal euren ersten Block selbst in der Verwaltungsschule erlebt, werdet Ihr vielleicht verstehen, was ich meine.

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