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“Das Schulbüro” oder wie heißt der Ort wo der Kaffee gekocht wird?

Mittwoch, 12. März 2014 um 11:41 von Kevin Peters · Kategorie: Auszubildende, Erfahrungen aus der Praxis

“Das Schul­bü­ro” oder wie heißt der Ort wo der Kaf­fee gekocht wird

  • Pra­xis­block vom 07.10.2013–06.01.2014
  • Aus­bil­dung zum Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­ten
  • Start: Okto­ber 2013

So ein Titel mag auf den ers­ten Blick ziem­lich rei­ße­risch und nega­tiv klin­gen und genau das soll­te er auch. Denn jetzt wo ich eure Auf­merk­sam­keit gewon­nen habe, kann ich euch erzäh­len wie es wirk­lich im Schul­bü­ro war. Ver­ra­ten kann ich schon mal im Vor­aus, ich hab in den drei Mona­ten kei­nen ein­zi­gen Kaf­fee gekocht.

 Ja das Schul­bü­ro, für jeden Aus­zu­bil­den­den in der Behör­de für Schu­le und Berufs­bil­dung eine qua­si “Pflicht”. So kam es auch, dass ich mei­nen ers­ten Pra­xis­blog gleich dort begin­nen durf­te.

Schul­bü­ro, Schul­bü­ro, Schul­bü­ro egal wie oft man es sagt, für die meis­ten klingt es nicht beson­ders inter­es­sant und so habe auch ich gedacht. Ich mei­ne fast jeder war schon mal in einem Schul­bü­ro und ich kann aus eige­ner Erfah­rung berich­ten, dass es nie die span­nends­ten Erleb­nis­se waren, als ich dort war.  Ich habe mich selbst auch schon öfter bei dem Gedan­ken ertappt, dass ich mich gefragt habe, was die eigent­lich den gan­zen Tag machen. Es wer­den 3 Schul­be­schei­ni­gun­gen pro Tag und viel­leicht noch ein Schü­ler­aus­weis aus­ge­stellt und das war dann schon das höchs­te der Gefüh­le?

Das mag ein­fach sein zu den­ken, doch ob dies der Rea­li­tät ent­spricht ist natür­lich frag­lich. Augen­schein­lich mag es so aus­se­hen, wie gesagt ich konn­te vor­her auch nicht sagen, wel­che Auf­ga­ben dort erle­digt wer­den. Doch nach mei­nen drei Mona­ten Aus­bil­dung dort kann ich jetzt mal ein biss­chen mit den Kli­schees auf­räu­men, wäh­rend ich euch von mei­nen Erfah­run­gen erzäh­le.

Um das klar­zu­stel­len, im Schul­bü­ro gibt es vie­le ver­schie­de­ne und viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben und Kaf­fee kochen gehör­te für mich nicht dazu.

Aber erst­mal zum Beginn der Geschich­te.  Der ers­te Pra­xis­blog, man kennt dort kei­nen, ich ken­ne ja nicht mal die Stadt beson­ders gut(wohne in NDS), noch habe ich eine Ahnung was mich erwar­tet. Sol­che Situa­tio­nen sind immer komisch, egal wie oft man sie durch­lebt. Doch kann man die anfäng­li­che Frem­de mit einem freund­li­chen Emp­fang leicht besei­ti­gen. So war es auch ich wur­de gleich sehr freund­lich von allen begrüßt und es wur­de sich viel Zeit genom­men, mir alles zu zei­gen. Was nicht zuletzt auch am glück­li­chen Umstand lag, dass gera­de  Feri­en waren und es daher noch rela­tiv ruhig war. Es wur­de mir alles gezeigt, ein­füh­ren­de Gesprä­che geführt und auch mal ein biss­chen geplau­dert. Ich kann euch sagen, wenn man sich wohl fühlt, lernt man gleich viel bes­ser. Viel neu­es zu ler­nen gab es natür­lich, ich kom­me direkt aus der Schu­le, habe noch kei­ne Erfah­run­gen in einem Betrieb gesam­melt, bin in einem ande­ren Bun­des­land, mit ande­rer Orga­ni­sa­ti­on, da ist es ver­ständ­lich das man nur lang­sam alles begrei­fen kann. Doch es erwar­tet auch kei­ner, dass man alles am ers­ten Tag ver­steht.

Das Schul­bü­ro, das ich besucht habe, war das Schul­bü­ro einer Berufs­schu­le, grund­sätz­lich dürf­ten die Beschrei­bun­gen aber auch ähn­lich für Schul­bü­ros all­ge­mein­bil­den­der Schu­len gel­ten.

Doch was habe ich eigent­lich die drei Mona­te gemacht, wenn nicht den Kaf­fee gekocht. Wer schreibt eigent­lich die Zeug­nis­se? Die Leh­rer denkt ihr? Das macht bei uns das Schul­bü­ro, wer küm­mert sich um die Mate­ri­al­be­schaf­fung fragt man sich viel­leicht nicht unbe­dingt, doch auch dort lau­tet die Ant­wort “Schul­bü­ro”. Wer küm­mert sich um Anmel­dun­gen, Abmel­dun­gen, Ver­kür­zun­gen, den Kon­takt mit den Betrie­ben und den Kam­mern?  Und wer küm­mert sich um die För­de­rung sozi­al benach­tei­lig­ter Schü­ler? Das Schul­bü­ro küm­mert sich um die Anträ­ge. Ich hat­te eben­so Kon­takt mit Rech­nungs­we­sen, wie ich auch Pro­jekt­pla­nung ken­nen­ler­nen durf­te. Selbst­stän­di­ges Arbei­ten war  typisch für mei­ne Tätig­kei­ten und wenn man mal was nicht weiß, sit­zen ja noch die Kol­le­gen im Büro. Ihr wisst schon wor­auf ich hin­aus will… Das Schul­bü­ro bie­tet viel mehr, als man auf den ers­ten Blick ver­mu­ten mag. Ich habe nütz­li­che und schö­ne Erfah­run­gen sam­meln kön­nen und rück­bli­ckend betrach­tet sogar einige,die ich nie erwar­tet hät­te.

Mein Fazit ist also, dass mir das Schul­bü­ro einen gelun­ge­nen Start in die Aus­bil­dung gebo­ten hat. Vie­le ver­schie­de­ne Arbei­ten, Raum zur selbst­stän­di­gen Orga­ni­sa­ti­on und net­te Kol­le­gen haben mei­nen Arbeits­all­tag bestimmt. Ich war eben nicht nur zum Kaf­fee­ko­chen oder auf­räu­men da, son­dern ich wur­de als rich­ti­ges Team­mit­glied ange­se­hen. So soll­te ein Pra­xis­ab­schnitt aus­se­hen.

Inzwi­schen habe ich auch schon den ers­ten Schul­block absol­viert und bin  seit einer Woche in der nächs­ten Pra­xis­stel­le, doch davon erzäh­le ich ein ande­res mal, denn jetzt ist Kaf­fee-Pau­se…

 

 

 

Bei Fra­gen ein­fach fra­gen 😉

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