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Daniel´s Blog – Folge 7 „Neue LVA´s braucht das Land“

Montag, 27. Mai 2013 um 10:59 von Daniel Schrenk · Kategorie: Studium an der HAW, Theoretische Ausbildung

Moin, Moin

 

Von meinem ursprünglichen Plan, jede Woche einen Erlebnisbericht zu veröffentlichen bin ich nun doch abgewichen. Ein duales Studium vermag eine spannende Sache sein, aber das Hochschulleben ist letzten Endes nun doch nicht so gestrickt, dass es wöchentliche nennenswerte Highlights gibt. Erst jetzt geht es langsam los, dass man etwas Neues berichten kann. Ende Juni beispielsweise gehen die Klausuren wieder los. Auch das Studienprojekt für das dritte und vierte Semester beginnt jetzt, ein wenig Fahrt aufzunehmen. Bis aber beides eintritt, wird noch ein wenig Wasser die Elbe herabfließen. Dafür kann ich aber von meinen bisherigen Erfahrungen der neuen Lehrveranstaltungen erzählen.

 

Den Anfang macht Psychologie.

 

Was im ersten Semester Soziologie gewesen ist, ist im zweiten die LVA Psychologie. Das ist besonders für mich sehr praktisch, da Psychologie und Pädagogik im Rahmen meiner Fachhochschulreife mein Hauptfach gewesen ist. Während aber der Unterricht an der Schule eher theoretisch gewesen ist und sich vielfach mit den Grundlagen um Freud, Bandura und Co befasst hat, geht es bei der hochschulischen Veranstaltung eher um den praxisbezogenen Teil. Denn als zukünftige Führungskraft muss man sich auch mit dem Thema „Psychologie am Arbeitsplatz“ befassen. Dies ist insofern wichtig, da unter Umständen auch Konfliktsituationen gelöst werden müssen. Das ist auch gut so – denn die Mit-Dem-Holzhammer-Dazwischen-Hauen-Methode ist heutzutage gesellschaftlich nicht mehr soooo gern gesehen. Also müssen andere Wege und Mittel her.

 

Der Teilnehmer an dieser Veranstaltung erlernt und erarbeitet sich hierbei eine Vielzahl an verschiedenen Grundlagen. Zunächst wird sich damit befasst, „wie der Mensch überhaupt so tickt“. Das baut wunderbar auf die Veranstaltung Soziologie aus dem ersten Semester auf. Spätestens jetzt sollte einem bewusst werden, dass der Mensch ein Individuum ist und jeder seine eigene Persönlichkeit hat. Und somit hat auch jeder seine Sorgen und Nöte bzw. seine Mittel und Wege damit umzugehen.

 

„Frisst“ man die Probleme in sich hinein, so könnte im Extremfall die Gefahr eines Burn-Outs entstehen. Lässt man seine Probleme an anderen aus, so besteht die Möglichkeit von Mobbing. Das sind natürlich nur zwei Extrembeispiele und sachlich nicht ganz korrekt dargestellt. Aber ich gehe davon aus, dass jemand, der in Psychologie völlig unbefangen ist, ganz grob etwas mit den Beispielen anfangen kann. Der Teilnehmer soll halt später in der Lage sein, solche Probleme zu erkennen. Und er muss dann auch in der Lage sein, diese zu lösen. Aber welches ist der beste Weg? Einzelgespräch? Gruppengespräch? Abmahnung?

Und überhaupt: Lügt mich mein Gegenüber an? Ist er nur nervös? Traut er sich nicht, die ganze Wahrheit zu sagen?

Auch die Körpersprache wird in Grundzügen erklärt. Kommunikation und Interaktion leben nun mal von der verbalen und non-verbalen Sprache. Auch auf diese Feinheiten wird eingegangen. Und wie gehe ich mit dem Stress um, den ich am Arbeitsplatz empfinde?

Die Mittel der Methodik sind vielfältig. Beispielsweise werden folgen Maßnahmen eingesetzt: ein sehr kurzes Mini-Referat, ein Rollenspiel, psychologische Testspielchen oder das Rosinenessen (beim Letzteren bitte nur EINE Rosine nehmen und NICHT gleich essen….. nachdem die Tüte mit den Rosinen bei mir durchging, war sie fast leer).

 

Natürlich hängt die Durchführung der LVA vom jeweiligen Dozenten ab. Unsere Dozentin macht dies aber ausgezeichnet und die 2 x 90 Minuten an jedem Mittwoch verfliegen im Nu.

Wer sich schon immer ein wenig für dieses Thema interessiert hat, der wird hier auch seinen Spaß haben. Wer noch nie etwas damit zu tun hatte, dem wird sich hier ein neuer, sehr interessanter Themenbereich erschließen.

 

So, das war es schon für heute. Nächste Woche werde ich vom Zauber der öffentlichen Finanzwirtschaft und der Buchführung berichten.

 

Ich wünsche Euch eine schöne, sonnige Woche….

 

 

In diesem Sinne

 

 

Daniel

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